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Prozesskostenhilfe

Wer bekommt Prozesskostenhilfe / Prozesskostenhilfe?
Wenn die Ehegatten geringes Einkommen haben, kommt in der Regel die Gewährung von Verfahrenskostenhilfe bzw. Prozesskostenhilfe in Betracht, bei mehreren Kindern und/oder hohen Schulden evtl. auch bei  einem höheren Einkommen. Sie drüfen kein Vermögen über 5.000 EUR haben.
Bei Bewilligung von Verfahrenskostenhilfe / Prozesskostenhilfe werden die Scheidungskosten  durch die Staatskasse gezahlt, so dass für Sie bei ratenfreier Gewährung  weder Anwaltskosten, noch Gerichtskosten anfallen. Wenn die Prozesskostenhilfe auf Raten durch das Gericht gewährt wird, müssen die Scheidungskosten in Raten an das Gericht zurückgezahlt werden. Die Verfahresnkostenhife/Prozesskostenhilfe wird für 4 Jahre durch das Gericht überprüft, in diesem Zeitrum sind Sie verpflichtet, dem Gericht gegenüber Ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse offen zu legen.  

Beantragung  Prozesskostenhilfe
Ab dem 01.01.2018 gelten neue Freibeträge für die Bewilligung von Verfahrenskostenhilfe.
Einkommensfreibetrag für Rechtsuchende
(110% der Regelbedarfsstufe 1 – vgl. Rechenschritt 2.5.1)
2017: 473 € 2018: 481 €
Freibetrag, falls Rechtsuchender erwerbstätig ist
(50% der Regelbedarfsstufe 1 – vgl. Rechenschritt 2.5.2)
2017: 215 € 2018: 219 €
Unterhaltsfreibetrag für Ehegatte/Ehegattin
oder eingetragene/n Lebenspartnerin/Lebenspartner
(110% der Regelbedarfsstufe 1 – vgl. Rechenschritt 2.5.3)
2017: 473 € 2018: 481 €
Unterhaltsfreibetrag für Erwachsene im Haushalt
(110% der Regelbedarfsstufe 3 – vgl. Rechenschritt 2.5.4)
2017: 377 € 2018: 383 €
Unterhaltsfreibetrag für Jugendliche von Beginn des 15.
bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres (14 bis 17 Jahre)
(110% der Regelbedarfsstufe 4 – vgl. Rechenschritt 2.5.5)
2017: 359 € 2018: 364 €
Unterhaltsfreibetrag für Kinder von Beginn des siebten bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres (6 bis 13 Jahre)
(110% der Regelbedarfsstufe 5 – vgl. Rechenschritt 2.5.6)
2017: 333 € 2018: 339 €
Unterhaltsfreibetrag für Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres (bis 5 Jahre)
(110% der Regelbedarfsstufe 6 – vgl. Rechenschritt 2.5.7)
2017: 275 € 2018: 275 € (unverändert)


Abzugsfähig sind ferner noch Fahrtkosten, Kaltmiete, Heizung, und ev. Schulden, Versicherungen etc.
Die Scheidung wäre bei ratenfreier Bewilligung für Sie kostenlos.
Das Gericht kann Ihre persönlichen Verhältnisse innerhalb von 4 Jahren ab Gewährung der Verfahrenskostenhilfe nochmals prüfen.
Falls Sie Verfahrenskostenhilfe in Anspruch nehmen wollen, werden wir  dies für Sie selbstverständlich beim  Gericht beantragen. Bitte füllen  Sie hierzu das Formular (Verfahrenskostenhilfe, Prozesskostenhilfe) aus  und lassen uns dies zukommen. Dieses übersenden wir Ihnen bereits per email, wenn wir aus Ihren Angaben im Scheidungsformular erkennen können,  dass ein niedriges Einkommen besteht.
Wir können wir Ihnen gerne ein Exemplar per Post oder Fax  zusenden.
Falls Sie zu den Scheidungskosten sowie zur Verfahrenskostenhilfe Fragen  haben oder Hilfe bei dem Ausfüllen des Verfahrenskostenhilfeformular benötigen, kontaktieren Sie uns telefonisch unter der auf der Startseite  angegebenen Telefonnummer
Dieses Informationstelefonat löst keine Anwaltskosten aus.

Eine Übersicht der Scheidungskosten entsprechend den Streitwertstufen finden Sie im folgenden Scheidungskostentabelle




Eine Übersicht der Scheidungskosten entsprechend den Streitwertstufen finden Sie im folgenden Scheidungskostentabelle
Verfahrenswert bis
Anwaltskosten
Gerichtskosten
Gesamt

3.000 Euro
4.000 Euro
5.000 Euro
6.000 Euro
7.000 Euro
8.000 Euro
9.000 Euro
10.000 Euro
13.000 Euro
16.000 Euro
19.000 Euro
22.000 Euro
25.000 Euro
30.000 Euro
35.000 Euro
40.000 Euro
45.000 Euro
50.000 Euro
65.000 Euro
80.000 Euro
95.000 Euro
110.000 Euro
125.000 Euro

   621,78 Euro
  773,50 Euro
  925,23 Euro
1.076,95 Euro
1.228,68 Euro
1.380,40 Euro
1.532,13 Euro 1.683,85 Euro
1.820,70 Euro
1.957,55 Euro
2.094,40 Euro
2.231,25 Euro
2.368,10 Euro
2.591,23 Euro
2.814,35 Euro
3.037,48 Euro
3.260,60 Euro
3.483,73 Euro   3.736,60 Euro
3.989,48 Euro
4.242,35 Euro
4.495,23 Euro
4.748,10 Euro   

  216,00 Euro
  254,00 Euro
  292,00 Euro
  330,00 Euro
  368,00 Euro
  406,00 Euro
  444,00 Euro
  482,00 Euro
  534,00 Euro
  586,00 Euro
  658,00 Euro
  690,00 Euro
  742,00 Euro
  812,00 Euro
  882,00 Euro
  952,00 Euro   1.022,00 Euro   1.092,00 Euro   1.332,00 Euro   1.572,00 Euro   1.812,00 Euro   2.052,00 Euro   2.292,00 Euro   
  
   837,78 Euro
1.027,50 Euro
1.217,23 Euro
1.406,95 Euro
1.596,68 Euro
1.786,40 Euro
1.976,13 Euro
2.165,85 Euro
2.354,70 Euro
2.543,55 Euro
2.732,40 Euro
2.921,25 Euro
3.110,10 Euro
3.403,23 Euro
3.696,35 Euro
3.989,48 Euro
4.282,60 Euro
4.575,73 Euro
5.068,60 Euro
5.561,48 Euro
6.054,35 Euro
6.547,23 Euro
7.040,10 Euro   


* Der  Mindeststreitwert für den Versorgunsausgleich wird gewöhnlich durch die  Gerichte angesetzt, wenn die Ehegatten den Versorgungsausgleich nicht  durchführen, entweder weil die Ehedauer unter drei Jahren ist, und der  Versorgungsausgleich dann idR nicht durchgeführt wird oder weil die Eheleute wechselseitig auf die Durchführung verzichten.
Bei  Durchführung des Versorgungsausgleichs wird für jede  Versorgungsanwartschaft 10 % vom Streitwert der Scheidung durch das  Gericht angesetzt,  mindestens jedoch 1.000 EUR.
Um Prozesskostenhilfe zu beantragen, müssen ausführliche Angaben zum Einkommen und zum Vermögen gemacht werden.

Erklärung Streitwert bei Ehescheidung:
Die Nettoeinkommen beider Ehepartner werden addiert und mit dem  Faktor „Drei“ multipliziert. Abgezogen werden gemeinsame Schulden  oder auch die Kosten für laufende Darlehen.

  Antrag-Verfahrenskostenhilfe-Formular.pdf    

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